Bilder eines einzelnen aus dem zweiten Weltkrieg. Freiwillig gemeldet als Fallschirmspringer. Gestorben als Invantrist in Russland 1942.
Geboren 1919. Laut Aufschrift wurden die Bilder am 15. August 1937 aufgenommen. Wahrscheinlich auf dem Hof, auf dem Hermann Lohstroh in Stellung war. Auf den Fotos ist er 18 Jahre alt.
Weitere Bilder
Blick über Weinfelder Mandelbaeume und die Felsen der Pelopomies
Blick von Peloponnes über den Golf von Korinth
Rast in einer Furche eines Weinfeldes. Vorn von links der zweite ist Hermann. Im Hintergrund Korinth
Mit gefangenen Engländern bei Tolo links in der Jacke Hermann
Geschichtlicher Hintergrund zum Einsatz im Golf von Korinth und dem Aufbau des Falschirmjäger Regiment 2
Fallschirmjaeger-Regiment 2
Hermann Lohstroh wurde an der Hand oder Arm verwundet.
Griechische Schwestern am Verbandsplatz von Nauplion
Noch eine Schwester. Griechin in Nauplion. Die Aufnahmen von den Schwestern habe ich vom Bett aus vorgenommen
Made in Greco Nauplia
Mit unseren Quatierwirten von Korinth
Das bin ich selbst. Diese Aufnahme hat Hermann gemacht
Dieser Kamerad fiel auf Kreta
Vor dem Angriff am 15.4.1942 im Wald bei Lipwick
Eins der letzten Bilder von Hermann Lohstroh an der Ostfront. Auf dem Foto sieht er verändert aus. Nicht so, wie seine Angehörigen ihn kannten.
Bei der Partisanen Bekämpfung mit 23 Jahren gefallen.
Nach dem Einsatz beim Balkanfeldzug war Hermann Lohstoh verletzt und im Heimaturlaub. Währen viel seiner Kameraden bei der Einahme von Kreta starben. Er wurde 1942 an die Ostfront versetzt, wo Fallschirmjäger nicht mehr als Elite galten, sondern als Werkzeug eines grausamen Besatzungskrieges. Die sogenannte Partisanenbekämpfung blieb selbst unter Soldaten umstritten, weil kaum noch zwischen bewaffnetem Widerstand und Zivilbevölkerung unterschieden wurde. Niemand weiß genau, was dort geschah, doch die Berichte aus jener Zeit sprechen von verbrannten Dörfern, Angst und Vergeltung. Zu Hause trauerte die Familie um ihren Sohn der gefallen war. Der Krieg hatte längst dessen moralische Grenzen überschritten. Die Mutter von Hermann Lohstroh war kurz vor dessen Tod an Oberschenkelhalsburch gestorben. Als der Vater von Hermann Lohstoh die Nachricht vom Tod des Sohnes bekommen hat, hat er seine Arbeisjacke an der Gadrobe gehängt und nicht wieder angezogen. Nacht lief er umher und hat sich eine Lungenentzündung geholt, an der er dann auch verstorben ist. Sein Schicksal steht beispielhaft für eine Generation, die zwischen Gehorsam, Schuld und dem Versuch zu überleben zerrieben wurde.
Geschichtlicher Hintergrund
Fallschirmjaeger-Division